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Die Kirche in Slunj

23. Oktober 2020. by slrastoke

Die Katholische Kirche ist in diesem Ort, schon seit hunderten von Jahren aktiver Teilnehmer und Chronist der Ereignisse dieses Gebietes. Die Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit befindet sich an der Stelle des ehemaligen Franziskanerklosters des hl. Benedikts, welches während des Krieges im Jahr 1583., zerstört und niedergebrannt wurde. Die Tätigkeit der Kirche ist durch den Zusammenhalt mit den Gläubigen „in guten wie in schlechten Zeiten“ gekennzeichnet. In Kriegszeiten signalisierten die Kirchenglocken einen vorstehenden Angriff der Eroberer. Während des 18. Jahrhunderts wurde die Kirche durchaus restauriert, wobei diese 1780. ihr heutiges, zweischiffiges Aussehen mit dem, im Barockstil überarbeiteten Glockenturm, bekam. Darüber zeugt auch die lateinische Beschriftung auf dem linken Schiff der Kirche. Ihr heutiges Aussehen bekam sie nach dem Kroatien-Krieg, in welchen diese, im November 1991., vollkommen niedergebrannt wurde. Dem damaligen Pfarrer wiederholte sich dasselbe schwarze Szenario des Opaten Bernardin aus dem 16. Jahrhundert. Beide mussten nämlich Bücher und Heiligenstatuen vor der Zerstörung retten, wobei es der Pfarrer Mile Pecić geschafft hat, während geschickter diplomatischer Verhandlungen mit dem Aggressor, einen vollen Bus mit Frauen und Kindern aus der belagerten Stadt ins freie Territorium zu befördern. Das Tagebuch des Pfarrers von Slunj wurde im Zeitraum von 1989. bis 1991. geschrieben, als Aufzeichnung des Kriegsgeschehens in Slunj und der Umgebung. Um das Tagebuch aufzubewahren, hat der Pfarrer dieses in die Erde vergraben und nach der Rückkehr aus dem Exil wieder ausgegraben sowie 2003. unter dem Titel „Vergrabenes Tagebuch“ veröffentlicht.

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